Unser Bauhaus

In diesem Jahr feiern wir 100 Jahre Bauhaus.

Im Kindergartenmuseum gibt es dazu die Ausstellung:

Bau – Spiel – Kunst. Hier wurde ich auf das „Bauhausspiel“ aufmerksam.

Wir freuen uns sehr, dass der Förderverein unseres Kinderhauses für die blaue und die rote Gruppe das „Bauhausspiel“ gekauft hat.

Dieses Spiel wurde 1923 von Alma Siedhoff-Buscher (1899 -1944) entworfen.

Buscher studiert von 1917-1920 an der Reimann-Kunstschule in Berlin und geht 1922 zum Bauhaus in Weimar. Sie wird in Bildhauerei und von Kandinsky und Klee in Farbenlehre ausgebildet. 1923 entwirft sie für das „Haus am Horn“ ein Kinderzimmer mit Funktionsmöbeln. Außerdem das „Schiffbauspiel“, das bis 1933 produziert wird. 1926 heiratet sie den Bauhäusler Werner Siedhoff. Walter Gropius weigert sich, sie nach der Geburt ihres ersten Kindes, weiterhin am Bauhaus zu beschäftigen und Siedhoff-Buscher gibt ihren Beruf als Designerin auf. 1944 stirbt sie bei einem Bombenangriff. Später wird von ihr immer wieder als Bauhausdesignerin gesprochen. In dem Fernsehfilm: „Lotto am Bauhaus“ (2019) erfährt man einiges über ihr Wirken.

„Unser Spielzeug (Bauhaus): Die Form – einfach – unverwirrend klar und bestimmt – Vielfältigkeit und Reize schafft das Kind selbst durch zusammenstellen, bauen. Also – eine dauernde Entwicklung.“  So beschreibt Alma Siedhoff-Buscher 1925 selbst ihre Entwürfe und den damit verbundenen erzieherischen Ansatz.

Mit den 22  einfachen farbigen Spielsteinen soll kein bestimmtes Modell nachgebaut werden. Das Kind wird stattdessen angeregt, etwas Neues zu erfinden, daher auch der Name. Ein Schiff, das auch eine Berg- und Talbahn, ein Tor, ein Tier und vieles mehr sein kann.

Diesen reformpädagogischen Ansatz zeigen auch die Kindermöbel von Siedhoff-Buscher. Ihr Kinderspielschrank besteht aus mehreren kastenförmigen Elementen. Sie lassen sich unterschiedlich kombinieren und eignen sich im Spiel für jeden Zweck – ob als Sitz, Tisch, Regal, Kiste oder rollbarer Wagen.

Das Bauhausspiel passt gut zur Reformpädagogik Maria Montessori und damit in unser Kinderhaus. Es greift ebenfalls den Gedanken des großen Pädagogen Friederich Fröbel auf: „Lasst die Kinder bauen.“ Nicht zuletzt findet man den Gedanken des freien Bauens bei unseren Bewegungsmaterialien nach Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg.

Das Bauhausspiel wird heute von der Firma „naef“ (Schweiz) angeboten. Übrigens gibt es in unserem Kinderhaus noch viele interessante Spiele dieser Firma.



Die geteilten Quadrate

Ein Material aus dem Mathematikbereich von Maria Montessori sind die geteilten Quadrate. Die geteilten Quadrate sind ein klassisches Geometriematerial. Das Kind lernt mit diesem Material die geometrischen Formen kennen, deren Relation, Übereinstimmungen, Gleichförmigkeit und Gleichwertigkeit.

Der Satz besteht aus 9 Quadraten. Einem ganzen Quadrate und weiteren acht Quadraten, die horizontal, vertikal oder diagonal in Hälfte, Viertel, Achtel und Sechzehntel aufgeteilt sind.

Unsere Kinder gestalten damit in vielfältiger Form und machen im Spiel geometrische Grunderfahrungen.

 

Ein herzliches "Dankeschön" an den Förderverein!!!!!!!!